Seiten

Montag, 4. Januar 2010

Raptors treten erfolgreich beim HungelingCup des FCE Rheine auf

Fast eine halbe Stunde war die Sporthalle der Kopernikus-Sporthalle vor dem Halbfinale des Hungeling-Cup-Turniers fest in der Hand von American-Football-Spielern. Der FCE hatte die Landesliga-Truppe der Rheine-Raptors eingeladen - und Zuschauer zeigten sich von der Demonstration dieses Sports beeindruckt. „Wir wollen unser Turnier nutzen, um auch junge Sportarten in Rheine zu zeigen“, erläuterte Turnierchef Heinz Müller die Motivation für die Einladung.

So griff David Witt, Headcoach der Raptors, auch gleich selbst zum Mikrofon und erläuterten den Fußballfans, welche taktischen Finessen hinter dem scheinbar nur rauflustigen Gerangel seiner gepanzerten Gladiatoren stecken. Die meisten Sportfans wissen, dass es im American Football darum geht, eine Art Lederei in die Endzone des Gegners zu tragen - dafür gibt es dann Punkte.

Doch der Weg dorthin wird von elf kräftigen und hochmotivierten Verteidigern blockiert - der sogenannten Defense des Gegners. Da musste sich die Offense der Raptors schon einiges einfallen lassen, um ihre eigene Defense auszutricksen. Wegen der Enge der Halle spielte man nur mit neun gegen neun und nicht mit elf gegen elf - und trotzdem ging es gelegentlich recht herb zur Sache, und mancher Spieler knallte schon mal krachend in die Bande.

Viele Wege führen nach Rom bzw. in diesem Fall in die Touchdown-Zone des Gegners - das machte David Witt deutlich. Das Repertoire der eigenen Offense reicht von einem einfachen „Dive“, einem Spielzeug durch die Spielfeldmitte, über verschiedene Laufspielzüge bis hin zu Passvarianten fast aller Art. Besonders wichtig ist es, den Gegner bis zum Schluss im Unklaren zu lassen, was geplant ist, auch immer wieder den Angriff schnell auf die andere Seite zu verlagern. Besonders spektakulär sind immer die langen Pässe auf die Reciever, um möglichst viele Meter zu gewinnen bzw. auch einen Touchdown zu erzielen. Aber das ist riskant.

American-Football-Teams gleichen im Vergleich zu Fußballmannschaften einem kleinen Heerlager. „Im Normalfall sind es 50 Spieler“, erläuterte Witt. Auch müssen Zuschauer viel Geduld mitbringen. „Normal dauert ein Spiel zweieinhalb Stunden, aber es können auch schon mal dreieinhalb oder vier werden“, sagte er. Das Trainerteam hat bereits fast die Größe einer Fußballmannschaft. Für jede Position gibt es einen Trainer, das sind dann schon mal sieben. Die werden von mehreren hauptverantwortlichen Trainern geführt. Kraftaufbau ist ganz entscheidend - das demonstrierte zum Schluss noch Markus Hövels, Offense-Line-Coach, bei einem Showtraining.

(Quelle: www.mv-online.de)

keine Kommentare

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen